Wechsel Doktorvater

Fragen aus der laufenden Arbeit an der Dissertation.
Literatursuche, Motivationsprobleme, Lehrtätigkeit, Ärger mit dem Prof u.v.m.
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Wechsel Doktorvater

Beitragvon sabrina80 am 12.01.2010, 22:20

Hallo, liebe Doktoranden,

ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.... weil ich bin ziemlich verzweifelt.
Vielleicht kennt jemand ähnliche Geschichten, oder hat vielleicht sogar ähnliches erlebt.

Ich habe einen Fehler gemacht in der Wahl meines Doktorvaters.
Ich hatte ursprünglich zu Beginn einen ganz guten... auf der Suche nach einem Zweitbetreuer habe ich dann aber diesen zu meinem Doktorvater gemacht. Ganz einfach, weil er an dem Ort lebt, an dem auch mein Freund wohnte und ich nach Jahren der Fernbeziehung da eine Lösung sah, beides Doktorarbeit und Beziehung zusammenzubringen.
Der erste, ursprünglich geplante Doktorvater ist nun also mein Zweitbetreuer - er hat es stoisch hingenommen.
Heute sehe ich, dass das ein Fehler war. Mein Herzug hat nur beschert, dass mich mein Doktorvater kostenlos für sich arbeiten lässt: da bringt er das Argument, dass ich ja ein gutes Stipendium habe. Zu meinem Thema sagt er: Da kenne ich mich nicht aus.
Die Lage ist verfahren. Er ist mir mittlerweile auch so unsympathisch, dass meine Motivation stetig flöten geht.
Ich erwäge einen Wechsel. Also die beiden, Doktorvater und Zweitbetreuer zu tauschen. Leider studiere ich was sehr ungewöhnliches - und bin an die beiden schon irgendwie gebunden, also ganz neue Professoren sind schwierig bis unmöglich.

Tja. Der Wechsel wird schwierig, und bringt erheblichen Mehraufwand (andere Uni, anderer Studienplan...) - aber es geht.
Was sagt ihr dazu?
.... Und: eine meiner wichtigsten Fragen: wieviel hat denn der Zweitbetreuer bei der Beurteilung mitzureden (weil da werde ich ihm ja wieder begegnen)?

Bitte um eure Hilfe und danke!
Sabrina
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Re: Wechsel Doktorvater

Beitragvon Sebastian am 13.01.2010, 00:06

Örgs, das ist ja verfahren. Jedenfalls aber herzlich willkommen in diesem Forum!

Als Erste Hilfe um diese Uhrzeit habe ich zumindest mal den Hinweis auf den redaktionellen Teil (Doktorvater wechseln) mit ein paar allgemeinen Gedanken.
Bei Dir kommt natürlich erschwerend hinzu, dass Du ja nur wieder zurücktauscht - und damit nach dem ersten DV nun auch dem zweiten DV mehr oder minder einen Korb gibst.
Kannst Du nicht - ohne formalen Wechsel - einfach den alten DV ein bißchen stärker ansprechend/einbinden, um zumindest mit der Diss weiterzukommen?

Ich drücke die Daumen!

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Re: Wechsel Doktorvater

Beitragvon Böhnchen am 13.01.2010, 11:44

Hallo!

Mach einen Cut!
Stichwort Ersatzspieler suchen.
Ein Prof. von der Uni des neuen-wieder DV soll den Zweiten machen.
Sprich offen mit ihm über den Fehler und frag, ob er in seinem Hause einen zweiten besorgen könnte.
Die müssen nicht beide exakt vom Fach sein!

Grüße
vom Böhnchen
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Re: Wechsel Doktorvater

Beitragvon sabrina80 am 13.01.2010, 12:31

Danke für eure Antworten!
Vielleicht sollte ich noch erwähnen: der zweite, also der zu dem ich zurück will, ist mir schon wohl gesinnt. Hat mir erst kürzlich eine Publikation organisiert und es besteht zwar wenig, aber guter Kontakt.
Meine Angst ist eher, dass der jetzt erste nicht mit will. Also sich nicht so ohne Weiteres zum Zweitgutachter machen lässt...
Liebe Grüße Sabrina
sabrina80
 
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Re: Wechsel Doktorvater

Beitragvon Böhnchen am 13.01.2010, 12:34

Hallo Sabrina,

drum würde ich den ganz rausnehmen. :wink:
Die Gefahr, dass er sich im Gutachten "für die Degradierung rächt", wäre mir zu groß!

Böhnchen
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Re: Wechsel Doktorvater

Beitragvon sabrina80 am 13.01.2010, 21:05

...ja, das ist natürlich ein gutes Argument bzw. ja auch meine Angst.
Mein Gedanke, beide "nur" zu tauschen, hängt eben auch damit zusammen, dass ich die Sache ja auch bei meinem Stipendiengeber argumentieren werden bzw. beantragen muss. Da erscheint mir der Tausch sehr viel einfacher zu verkaufen, jedenfalls auch im Kontext meiner Doktorarbeit.
Liebe Grüße Sabrina
sabrina80
 
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