mich hat mal wieder eine von diesen berühmten Tiefphasen erwischt. Eine von denen wo man Bilanz zieht und dich einfach nur für so stotze dumm hält, dass man ganz davon überzeugt ist das Ding nie fertig zu bekommen.
Ich bin jetzt beim Übergang von der Anfangs- in die Hauptphase der Diss ... und irgendwie fühle ich mich wie auf dem Nullpunkt. Ein Betreuergespräch letzte Woche tat sein übliches. Ich fühle mich z.zt. auch irgendwie Ideenlos. Ich lese Paper, die die Modellgrundlage meiner Arbeit bilden, zum x-ten mal und habe immer wieder das Gefühl ich lese sie zum ersten mal und verstehe wieder die Hälfte nicht oder nicht richtig. Trotzdem ich sie schon mal kurz zusammen gefasst habe. Auch bei den zugrunde liegenden Methoden sehe ich noch mehr Nebel als klar. Ich weiß, dass ich ein Problem damit habe mich vernünftig zu strukturieren, das fällt mir immer wieder auf die Füße. In der Panik dringend Ergebniss produzieren zu müssen fange ich viele Sachen an und sobald es klemmt mache ich eine neue Baustelle auf. Ich weiß, dass das alles nicht so schrecklich clever ist - aber irgendwie bekomme ich mich da selber nicht im Griff.
Kennt ihr solche Phasen? Was kann ich tun um strukturierter vorzugehen? Wie organisiert ihr euch das? Wie systematisiert ihr eure Arbeit? Wie geht ihr beim schreiben vor. Hab in den letzten Beiträgen erst von verzweifelten Schreibern gelesen, die alles zum schluss schreiben. Ich weiß nicht, der kern meiner Arbeit liegt in der Aufstellung eines Berechnungsmodells - jetzt schon schreiben oder erst wenn das Modell fertig und rund ist? Ich meine, der geistige schmalz steht ja letztendlich im Modell!? Wenn ich mich dann mal hinsetzte und modelliere, dann schiebe ich gleich wieder Panik, dass das ja jetzt auch nicht methodisch fundiert genug sein könnte ... und so wird das Loch, in dem die Tiefphase verläuft, größer und größer
