Wie ängstlich seid ihr bezüglich Datenklau?

Fragen aus der laufenden Arbeit an der Dissertation.
Literatursuche, Motivationsprobleme, Lehrtätigkeit, Ärger mit dem Prof u.v.m.

Re: Wie ängstlich seid ihr bezüglich Datenklau?

Beitragvon Wierus am 09.11.2009, 15:20

Robert hat geschrieben:einen usb-stick kann man immer mal verlieren...

Ich hab einen, den ich mir um den Hals hängen kann, das macht's schwierig, ihn zu verlieren. :wink:

Mal im Ernst:
In den NatWiss kann ich's verstehen, wenn man Angst um seine evtl. sehr lukrativen Forschungsergebnisse hat, in den GeistesWiss ist das so eine Sache - wer klaut schon eine "Textwüste" und kann diese dann auch noch profitabel loswerden?
Die Gefahr liegt hier eher in der Alltags- und Fachkommunikation - man darf einfach nicht zuviel seines Themas ausplaudern, darauf kommt's an, denn sonst kann es schnell passieren, dass man seine eigenen Ideen/Themen bei anderen wieder findet.

Gleiches gilt für Computerspionage: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass euer PC/Laptop gezielt angegriffen/ausspioniert wird, und wie groß ist dann noch die Wahrscheinlichkeit, dass betreffender eure Dissertation finden und etwas damit anfangen kann?

Mal ne Frage an die PC-Spezialisten hier:
Geht denn bewußtes, zielgerichtetes Ausspionieren eines fremden PCs überhaupt so einfach?
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Re: Wie ängstlich seid ihr bezüglich Datenklau?

Beitragvon Silvia am 11.11.2009, 00:12

Die Gefahr liegt hier eher in der Alltags- und Fachkommunikation - man darf einfach nicht zuviel seines Themas ausplaudern, darauf kommt's an, denn sonst kann es schnell passieren, dass man seine eigenen Ideen/Themen bei anderen wieder findet.


Dem schließe ich mich an.
Beispiel:
Ich habe mal ein Studiendesign konzipiert und dazu einen Fragebogen entwickelt, den ich mit einer Person vom Fach besprach und gemeinsam überarbeitete. Den Studienbeginn musste ich wegen eines Umzuges und neuer Arbeitsplatzsuche um einige Monate verschieben.
Als ich wieder Zeit hatte, erfuhr ich, dass es erste Ergebnisse einer Studie (von einer dritten Person) gibt, die meiner geplanten bis auf die Formulierung einzelner Fragen im Fragebogen ähnelte. Das war kein Zufall.

Wichtiger als seine Daten doppelt und dreifach zu verschlüsseln, ist es, darauf zu achten, wem man vom konkreten Studiendesign, den Thesen usw. berichtet.
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USB-Sticks mit Hardwareverschlüsselung "geknackt"

Beitragvon Sebastian am 04.01.2010, 23:03

Falls sich noch jemand für das Thema "USB-Sticks" interessiert:
Es gibt welche, die eine sog. Hardware-Verschlüsselung aufweisen und die über ein frei wählbares Passwort geschützt werden können. So wie ich den heutigen Bericht bei heise.de verstehe, dient dieses Passwort aber nur als Gimmick zur Kundenberuhigung:
Tatsächlich basiert die gesamte Technik nur auf einer einzigen Kennung, die für alle USB-Sticks dieselbe ist, und die sich aus dem Arbeitsspeicher mit etwas technischem Know-How herausholen (und wiederverwenden) läßt. :shock:
Von "Knacken", also einem erfolgreichen Angriff auf die mächtigen Verschlüsselungstechniken kann also keine Rede sein, sondern lediglich von einem Entlarven der unzureichenden Anbindung.
Das ist dann ungefähr so, als wenn ich für mein Fahrrad ein Hyper-Super-Mega-Schloss benutze, aber das Schloss nur einmal lose um das oberste Ende der Sattelstange wickele.

Sebastian
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