Hallo Pinsel,
das Skalenniveau der Daten ist ein sehr wesentliches Merkmal (eigentlich DAS Merkmal) von Daten, das unter anderem entscheidet, welche statistischen Verfahren man anwenden kann. Da solltest Du Dir auf jeden Fall das Grundlagenkapitel eines Statistik-Buches ansehen!! Ehrlich, sehr wichtig.
Mal ganz grob, damit Du weißt, worum es geht: Die "simpelste" Skalierung ist die nominale Skalierung. Nominal ist z.B. die Unterteilung in männlich/weiblich. Diese Art von Daten "benennt" nur Ausprägungen; sie stehen in keiner Reihenfolge oder Wertung (weiblich ist mehr als männlich >> unsinnig). Es gibt noch ordinale Daten (stehen in einer Rangfolge), intervallskalierte Daten (die Unterschiede sind gleich groß, z.B. ist der Abstand zwischen 10° C und 15° C genauso groß wie zwischen 15° und 20°) und Verhältnisskalen (intervallskaliert UND ein absoluter Nullpunkt ist vorhanden, z.B. Alter).
Warum ist das wichtig für die statistische Auswertung?
Mal ein Beispiel: Stell Dir vor, Du hast nominal skalierte Daten (männlich/weiblich). Die hast Du codiert in Deinem Statistik-Programm mit männlich=1 und weiblich=2. Du KÖNNTEST jetzt natürlich irgendwelche Mittelwerte daraus bilden, denn Du hast ja Zahlen - macht aber genau Null Sinn, weil die Zahlen nichts aussagen. Du hättest genauso gut männlich mit der 12.394 und weiblich mit der 354.494 belegen können oder mit x und y oder was Dir sonst Lustiges einfällt. Ähnliches gilt für ordinal skalierte Daten, mit denen man allerdings schon etwas mehr anfangen kann. Ein Beispiel: Du ordnest Geschäfte nach ihrem Preisniveau. Aldi=1, Plus=2, Rewe=3 oder so. Die Unterschiede zwischen 1, 2 und 3 sind aber unterschiedlich groß - es machen also sehr viele statistische Operationen wieder keinen Sinn.
So, kleiner Klugschei*er-Exkurs beendet

Wenn Du noch so am Anfang stehst, würde Dir bestimmt ein Einführungs-Statistik-Buch helfen, um einen ersten Überblick zu bekommen.
Viele Grüße
Mathilda