Hallo
@Bear: Warum wertest du deine eigene Arbeit eigentlich so ab? Wieso soll eine Diss im Labor in jedem Fall wertvoller sein (weil schwieriger?) als zuhause zu schreiben? Wieso ist das in jedem Fall "stressfreier"? Was hat es für einen Sinn, solche Werthierarchien aufzustellen? Ich denke, dass jede Form der Promotion ihre eigenen Herausforderungen birgt, die man nicht unbedingt vergleichen kann. Mir ist eigentlich egal, auf welchem Wege und an welchem Ort andere an ihren Titel kommen, solange es legal zugeht und jeder eine eigenständige wissenschaftliche Leistung erbringt.
Je mehr Leute sich gegen Geld "helfen" lassen, desto mehr geraten doch alle in den Verdacht, so zu handeln, und der Titel verliert an Aussagekraft. Erinnert mich an das Dopingproblem im Sport und die Haltung vieler Sportler "Ich kann gar nicht nicht dopen, weil es alle anderen auch machen"...
Und noch was anderes: Du schreibst, dir seien Doktoranden mit psychischen Problemen und Krisen begegnet, die für dich offenbar automatische Kandidaten von Ghostwritern waren. Wie kommst du darauf? Man kann einer Diss-Krise auch anders begegnen als fremde Hilfe für die Diss in Anspruch zu nehmen! Zum Beispiel über die eigene Arbeitsweise nachdenken, seine Prioritäten im Alltag anders setzen etc.


