von acoma am 06.02.2009, 22:26
Trotzdem, so eine Vorschrift Großes Latinum hat ja schon seinen Sinn, nicht für jeden Einzelfall natürlich. Aber drumherum schiffen aus Bequemlichkeit, scheint mir keine gute Einstellung für die wiss. Arbeit, höchstens, um die Diss. durchzubringen, mit Minimalaufwand, aber ich persönlich war immer im nachherein dankbar für die verschieden Ochsentouren, die ich machen mußte.
Was Du sagst, schon während des Studiums erkennen, was später dann weiter gebraucht wird: Warum gibt es denn den Trend, das Studium weiter zu verschulen, immer mehr genau vorzuschreiben, was gelernt werden soll: Weil die bisherige Freiheit von den Studies verwendet wurde, zu feiern, blau machen, "Studienreisen" nach Fernost, Nebenjob tätigen, usw., da ist kein Platz für Latein und ähnlich scheinbar überflüssiges. Später wird das dann bereut. Wenigstens die Grundkenntnisse sollte man sich aneignen, sogar noch mit künstlichem Zwang, zu verpflichten zu Kursen, die nicht für die Scheine unbedingt nötig sind, aber trotzdem, dran am Ball, gewonnener Ball, das versäumte läßt sich zwar später nachholen, aber der Zeitaufwand ist riesig, für den Privatgelehrten mag das egal sein, aber für diejenigen, die eine Karriere anstreben, und aber auch flexibel wollen, sind schon die generellen Vorgaben als Richtschnur zu empfehlen, was ist ein Historiker, der kein Latein beherrscht, und Griechisch schon gar nicht, sowas gibt es gar nicht, und je später, desto saurer werden die Nacharbeiten.
Ich bin ein fleißiger Dr.ockel.