Wenn sich das Gegenüber persönlich selbst als Dr. XY vorstellt, finde ich es angemessen, sich ebenfalls unter Nennung seines Dr.-Titels vorzustellen. Und: Warum sein Gegenüber (vielfach mit Hinweis auf die 'ach so titelgläubigen Österreicher') 'zwischenmenschlich' verurteilen, das sich als Dr. XY vorstellt, wenn man doch grundsätzlich annehmen darf, das er/sie ein ordnungsgemäßes Promotionsverfahren durchlaufen hat?
Man muss sich das einmal praktisch vorstellen: Du gehst zum Arzt, der sich als Dr. XY vorstellt. Wenn du darauf nicht entsprechend reagierst, würde ich das nicht als lobenswerte Zurückhaltung werten, sondern unpassend und unterwürfig empfinden.

Und nicht nur dort.... .
Melde mich selbst grundsätzlich nicht als Dr. XY am Telefon und bin auch keine Österreicherin. Aber: ich meine auch, dass man hierzulande seinen Dr.-Titel keinesfalls nicht verstecken sollte

(natürlich sollte man sich auch nicht dahinter verstecken).
Moni